Parkett in der Küche verlegen

Parkett in der Küche verlegen

Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, Parkett auch in der Küche zu verlegen? Ein Holzboden würde hier perfekt zum angrenzenden Wohnzimmer, Esszimmer oder zur Küche im Landhausstil passen! Oder eignet sich Holz für den Küchenboden nicht? Kann man überhaupt Parkett in der Küche verlegen?

Ich habe die Antwort und viele Tipps zum Holzboden in der Küche gleich noch obendrauf:

Kann man Parkett in der Küche verlegen?

Um die wichtigste Frage dieses Artikels gleich zu beantworten: Ja, man kann Parkett in der Küche verlegen. Das geht sogar ganz prima, wenn man ein paar Dinge dabei beachtet. Auch wenn und gerade weil die Küche einer der Räume ist, in denen wir uns sehr oft und lange aufhalten, ist ein Echtholzboden hier optimal.

Er bringt Wärme, gesundes Raumklima, Gehkomfort und eine wunderbare Optik in den Raum, in dem sonst kalte Fliesen oder Vinyl das Sagen auf dem Boden haben. Hochwertiger und schöner Holzboden ist eine gute Idee für eine Küche, und übrigens auch für Feuchträume wie das Bad.

Welches Parkett ist für die Küche geeignet?

Ein Küchenboden muss viel aushalten. Auf ihm wird nicht nur viel herumgetreten und gelaufen, er bekommt auch immer wieder Wasser, Dreck, Krümel, Fettspritzer und sogar Tomatensoße ab. Vor allem am Kühlschrank, an der Spüle und Spülmaschine sowie in der Nähe des Herdes wird der Küchenboden stark belastet. Aus diesem Grund empfiehlt sich speziell für die Küche ein geölter Massivholzboden aus Hartholz, z.B. aus Eiche. Ein solcher Boden hält sehr lange und kommt mit den schwierigen Anforderungen der Küchennutzung gut klar.

Die richtige Holzart und Sortierung 

Massivholzparkett aus Eiche ist nicht nur besonders robust und beständig gegenüber Dellen und Kratzern, sondern glänzt auch mit einer sehr guten Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Wasser. Auch  Nussbaum oder gedämpfter Bambus eignen sich für einen Küchenboden. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass gelbliches oder rötliches Holz weniger für einen Dielenboden in der Küche geeignet sind. 

Braune oder dunkle Hölzer, speziell vielfarbig und lebendig sind dagegen ideal, da sie den Schmutz gut verstecken. Deshalb empfiehlt es sich, rustikale und markante Sortierungen zu bevorzugen. Das lebendige Astbild, die vielen Holzmarkierungen und die größeren Farbunterschiede lassen kleinere Kratzer, Dellen, Verfärbungen und Verschmutzungen auf dem Küchenparkett nicht so schnell auffallen. Sortierungen wie Industrie, Wildlife oder Rustikal bieten sich dazu an.

Auch weichere Hölzer wie Fichte, Kiefer und Lärche können mit einer grauen oder bräunlichen Oberfläche küchentauglich gestaltet werden.

Fertigparkett oder Massivholzdielen? 

Wichtig bei der Wahl des Parketts für die Küche ist vor allem die Stärke der Nutzschicht. Denn das Parkett in der Küche wird stark beansprucht und sollte daher auch ein paar Renovierungsdurchgänge durch Abschleifen vertragen. 

Bei Fertig- oder Mehrschichtparkett sollte diese Nutzschicht mindestens 3 bis 4 Millimeter betragen. Geölte Massivholzdielen sind im Küchenbereich deutlich langlebiger, da sie nicht nur häufiger abgeschliffen werden können, sondern es oft genügt kleine Schäden parziell zu behandeln, ohne den kompletten Boden abschleifen zu müssen.

Denn im Gegensatz zu Mehrschichtparkett ist es ist nicht nötig, einen Massivholzboden mit Lack zu versiegeln, um ihn vor den Belastungen in der Küche zu schützen. Da das Holz einer geölten Vollholzdiele nicht ihrer natürlichen Eigenschaften beraubt wird, kommt sie gut mit Wasser, Öl, etc. klar.

Parkett in der Küche verlegen –  geölt oder lackiert? 

Wenn Sie Parkett in der Küche verlegen, ist es wichtig, dass Sie das Holz ausreichend ölen und etwa alle drei Jahre mit Pflegeöl nachpflegen. Wenn genug Öl im Holz vorhanden ist, bleibt es resistent gegen Nässe und Schmutz. Selbst Fettspritzer sind dann kein Problem. 

Bei einer geölten oder geseiften Oberfläche können Sie die stärker strapazierten Stellen einfach häufiger nachpflegen, damit das Holz mit Öl gesättigt bleibt. Und wenn sich nun doch der eine oder andere Fleck nicht mehr lösen lässt, kann der Dielenboden auch parziell geölt oder geschliffen und geölt werden.

Beim Vesiegeln oder Lackieren gehen nicht nur die positiven Eigenschaften des Holzes wie die antibakterielle Oberfläche oder die Haptik des echten Holzes verloren.

Gerade bei den besonders beanspruchten Stellen in der Küche nutzt sich die Oberflächenbeschichtung schneller ab als beim restlichen Boden. Es entstehen feine Risse, in denen sich der Schmutz festsetzt, und der Boden wird unansehnlich. Um diese Stellen wieder zu entfernen, ist es meistens nötig, den kompletten Boden zu sanieren, also abzuschleifen und neu zu versiegeln.

Reinigung der Holzdielen in der Küche

Für die Reinigung empfehle ich grundsätzlich, eine rückfettende Seife zu verwenden. Bei geölten Böden sollte immer Holzbodenseife oder Ölseife verwendet werden, da beim Wischen Öl aus dem Holz ausgewaschen wird. Die Ölseife pflegt direkt beim Putzvorgang wieder Öl in den Boden ein. Sollte durch häufiges Wischen nach einigen Jahren zu viel Öl herausgewaschen sein, kann der Boden mit einem Pflegeöl nachgeölt werden. Bei geseiften Böden kann die Sättigung durch ein konzentrierteres Seifengemisch wiederhergestellt werden.

 

Vor- und Nachteile von Holz Parkett in der Küche im Überblick

Vorteile von Parkett in der Küche: 

Parkett in der Küche Nachteile: 

  • etwas pflegeintensiver als Fliesen
Parkett in der Küche verlegen
Küche mit Eichendielenboden

Haben Sie noch Fragen zum Parkett in der Küche, oder wollen Sie Tipps zum Verlegen des Holzbodens? Nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Ich berate Sie von der Auswahl des Parketts bis hin zur Renovierung und Pflege. 

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