Skandinavische Methode

Holzböden und Parkett laugen und seifen – die skandinavische Methode ist eine altbewährte Technik zur Grundbehandlung von Holzoberflächen. Der unbehandelte Holzboden wird in diesem Fall nicht geölt, sondern mit einer Lauge und anschließend einer Seife behandelt. 

Die skandinavische Methode erhält den Farbton von frisch abgeschliffenen Nadelbaumhölzern. Denn nahezu alle Hölzer verändern ihren ursprünglichen Ton und dunkeln nach. Das Ergebnis ist ein Holzfußboden mit vergilbtem (Eiche, Fichte, Kiefer) bis rötlichem (Lärche) Ton. Das lässt sich entweder durch eine weiße Ölung oder die Skandinavische Methode vermeiden. 

Die Skandinavische Methode - laugen und seifen
Lärche rustikal mit Universallauge weiß gelaugt und dann weiß geseift

Für welches Holz eignet sich die skandinavische Methode?

Die skandinavische Methode lässt sich für nahezu alle Holzarten anwenden. Lediglich bei feuchteempfindlichen Hölzern sollten Sie vorsichtig sein. Hierzu gehört unter anderem das Buchenholz. 

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie die zum Holz passende Lauge und Seife verwenden. Weichholzlauge z.B. eignet sich, wie der Name bereits andeutet, für Weichhölzer. Hierzu gehören unter anderem Kiefer und Fichte. Laubholzlauge findet bei Eiche ihre Anwendung.
Einen besonderen Effekt ruft Speziallauge auf Lärche hervor. Denn hier wird die Lärche nicht heller sondern dunkler und damit alltagstauglicher. Je nachdem ob Sie danach mit Seife in natur oder weiß seifen, ergeben sich unterschiedliche Farbtöne.

 

Skandinavisch laugen

Das Holzlaugen nach skandinavischer Art besteht aus zwei Schritten.

1. Bearbeitung des Holzfußbodens mit passender flüssiger Lauge 

Die flüssige Lauge beugt unerwünschten Vergilbungen vor. Sie wird mit einem Laugenwischer auf die Diele aufgetragen. Im Anschluss lassen Sie die Lauge trocknen. Die Lauge dient dazu, dass sich die Poren des Holzes öffnen. Hierdurch kann die Seife (beachten Sie hierzu Schritt 2) besser einziehen. Zudem bleibt durch die Lauge der helle Holzton erhalten. 

2. Mehrmaliges Wischen des Bodens mit einer Seifenlösung

Die hauchdünne Haut der speziellen Ölseife schützt das Holz und macht es widerstandsfähiger. Verwenden Sie die Ölseife nicht pur, sondern mischen Sie sie mit Wasser im Verhältnis 1:5. Tragen Sie die Lösung mit einem Wischer auf und lassen Sie den Boden trocknen. Wiederholen Sie den Vorgang je nach Boden bis zu 5mal um einen effektiven Schutz zu erhalten. 

Farbtöne Holzbodenseife

Die Holzbodenseife ist in unterschiedlichen Farbtönen (Grau, Weiß, Natur) erhältlich. 

Hierbei sollten helle Holzfußböden mit weißer Holzbodenseife bearbeitet werden. Für graue oder antik geölte Böden ist die Verwendung einer grauen Holzbodenseife optimal. Naturholzböden werden mit natürlicher Holzbodenseifen geseift.

Reinigung, Pflege und Auffrischung skandinavisch gelaugter Holzfußböden

Die Fußbodenpflege enthält sowohl die Reinigung als auch die Pflege und Auffrischung des Bodens. Die bereits geseiften Böden werden mit der Seife der Grundbehandlung gereinigt. Es ist hierbei anzumerken, dass ein eingeseifter Boden generell nur wenig Reinigung bedarf. 

Vorteile Skandinavische Methode

Die Vorteile der Skandinavischen Methode sind vielfältig. 

Einerseits verleiht sie der Holzoberfläche eine natürlich wirkende Optik. Andererseits sorgt die Grundbehandlung aber auch für eine antistatische und atmungsaktive Oberfläche und macht den Boden pflegeleichter. Deshalb ist der Reinigungsaufwand bedeutend geringer.

Bei der skandinavischen Methode wird mit natürlichen Stoffen gearbeitet. Deshalb findet diese Methode besonders Anklang in Bereichen, die wohnbiologisch ausgerichtet sind.

Benötigen Sie weitere Informationen zur skandinavischen Methode? Oder möchten Sie einen Holzfußboden kaufen, benötigen aber noch die passende Beratung?

Ich helfe Ihnen gerne weiter. 

 

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