Da ein Hausbau oder auch eine Renovierung teuer genug sind, fragen sich viele Verbraucher, an welchen Stellen sie bei einem solchen Vorhaben Kosten durch Eigenleistung reduzieren können. Das Verlegen des Parkettbodens bietet sich hierzu an. Doch was ist dabei zu beachten? Dieser Blog soll Sie bei Ihrer Entscheidung, ob Sie Ihr Parkett schwimmend verlegen oder kleben sollten, unterstützen.
Das Wichtigste vorab:
Während die Fachleute massives Parkett vorrangig verkleben, sollten Laien ihr massives Parkett schwimmend verlegen, da diese Technik viel einfacher ist und Fehler auch im Nachhinein noch korrigiert werden können.
Aber geht das überhaupt mit massiven Holzdielen? Die meisten Parkettleger raten davon ab, dass Sie Ihr massives Parkett schwimmend verlegen. Hier erfahren Sie, warum es nicht nur möglich ist, dass Sie Ihr massives Parkett schwimmend verlegen, sondern auch wie leicht es ist und welche Vorteile es hat.
In diesem Blog sollen dazu folgende Themen behandelt werden:
- Die Verlegetechniken
- Kann man Parkett selbst verkleben?
- Kann man massives Parkett schwimmend verlegen?
- Fazit
- Wie kann man massives Parkett schwimmend verlegen? – Eine Arbeitsanleitung
Massives Parkett selbst verlegen – Die Verlegetechniken
Für das Verlegen von massivem Parkett gibt es drei Techniken.
- Massives Parkett verschrauben oder vernageln
- Massives Parkett mit Klammern schwimmend verlegen
- Massives Parkett vollflächig verkleben
Ich habe diese Reihenfolge der Techniken gewählt, weil Sie nach dieser Reihenfolge Ihre Prioritäten setzen sollten. Überall dort, wo eine Parkett Diele verschraubt oder vernagelt werden kann, sollten Sie es tun, denn es ist die leichteste und schnellste Art, massive Parkett Dielen zu verlegen. Sollte der Untergrund keine Verschraubung zulassen (z.B. Estrich, Fußbodenheizung, etc.), ist die beste Alternative, dass Sie Ihr massives Parkett schwimmend verlegen. Für die vollflächige Verklebung gibt es nur ein wichtiges Einsatzgebiet: Treppenstufen.
Kann man Parkett selbst verkleben?
Nicht nur begeisterte Hobbyheimwerker fragen sich: Kann man Parkett selber verkleben? Auch etwas Ungeübtere können bei Neubau oder Renovierung den ein oder anderen Euro sparen, wenn sie selbst Hand anlegen. Allerdings ist beim Parkett verkleben Vorsicht geboten.
Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, dass Sie Ihr Pakett selbst verkleben, bedarf es dazu nicht nur handwerklichen Geschicks, sondern einiger wichtiger Fachkenntnisse.
Welcher Kleber eignet sich am besten für Parkett?
Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Der Quelldruck der Parkett Dielen ist sehr groß. Deshalb muss nicht nur der passende Kleber für das Projekt gewählt werden, sondern es müssen auch Grundierung und Spachtelmasse auf den Kleber und die Anforderungen abgestimmt werden. Dafür sind Fachkenntnisse erforderlich. Zusätzlich müssen bereits im Vorfeld Dinge wie Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur oder Akklimatisierung des Holzes berücksichtigt werden.
Was ganz sicher feststeht ist, dass Sie für das Verkleben Ihres massiven Parketts einen chemischen Kleber verwenden müssen. Kein Naturkleber hält dem Druck des quellenden Holzes auf Dauer stand. Und chemische Kleber bedeuten immer Belastung der Umwelt bei Herstellung und Entsorgung, sowie Belastung des Menschen beim Verkleben und nachfolgenden Ausdünstungen.
Wie kann ich Parkett selbst verkleben?
Wenn Sie Ihr Parkett verkleben wollen, bedarf es tatsächlich nicht nur etwas handwerklichen Geschicks. Handwerkliches Können und ausreichend Erfahrung sind die deutlich besseren Partner für ein solches Vorhaben. Denn
- Das Anlegen und Einpassen einer Parkett Diele in die vorangegangene Pakett Diele muss im richtigen Abstand und Winkel erfolgen. Wenn der Abstand zur bereits liegenden Parkett Diele zu groß ist, schieben Sie den Kleber vor der Parkett Diele zu einem Wulst auf, sodass die neue Diele nicht mehr mit der Feder in die Nut der liegenden Massivholzdiele gedrückt werden kann.
- Der Schlagklotz, mit dem Sie die Pakett Diele an die vorhergehende Massivholzdiele einschlagen, muss so eingesetzt werden, dass er nicht den Kleber berührt. Wenn Sie einmal Kleber an den Fingern oder dem Werkzeug haben, passiert es sehr leicht, dass der Kleber auch an die Oberfläche der Parkett Diele gerät.
- Leider lässt der Kleber nur ein gewisses Zeitfenster für die Verarbeitung, sodass längeres Herumhantieren mit Werkzeug, Dielen und Kleber dazu führen kann, dass Sie nicht genug Zeit haben, um die Dielen gut auszurichten.
- Wenn eine Parkett Diele erst einmal am Boden klebt, lässt sich daran nichts mehr ändern. Fehler, die erst nach einer Weile entdeckt werden, lassen sich nicht mehr zerstörungsfrei beheben.
Wer zum ersten Mal einen Dielenboden verlegt, sollte sich gut überlegen, warum das massive Parkett verklebt werden soll. Denn die Alternative ist nicht nur deutlich einfacher zu verlegen, sondern hat auch viele andere Vorteile. So können Sie im Bad massives Parkett schwimmend verlegen, ohne es versiegeln zu müssen. Problemlos lässt sich massives Parkett schwimmend auf Fußbodenheizung verlegen. Außerdem lässt sich schwimmend verlegtes Parkett ganz leicht rückstandslos entfernen und wiederverwenden.
Was für Kleber für Parkett?
Sie fragen sich: Welchen Kleber für Parkett verwenden? Die Antwort wird Sie überraschen, denn wenn Sie massives Parkett verlegen wollen, ist grundsätzlich kein Kleber nötig. Egal, ob Sie Ihren massiven Parkettboden auf Estrich, Fußbodenheizung oder in Feuchträumen verlegen. Sie können überall mit Klammern massives Parkett schwimmend verlegen. Damit schonen Sie Ihre Gesundheit, die Umwelt und Ihren Geldbeutel.
Wie viel mm Kleber kommt unter Parkett?
Ersetzen Sie lieber die Frage: Wie viel Kleber pro m² Parkett? Durch die Frage: Wie viele Klammern pro m² Parkett? Denn es gibt keinen technischen Grund, warum Sie Ihr massives Parkett verkleben sollten.

Manchmal ist es wichtig für die Aufbauhöhe zu wissen, wie hoch der massive Parkettboden kommt, damit er gut zu den angrenzenden Böden passt. Wenn Sie Ihren Parkett Boden mit Klammern verlegen, können Sie die Höhe variieren zwischen 1 mm Aufbauhöhe bis zu jeder beliebigen Höhe, da sie die Unterlagendicke individuell anpassen können.
Wichtig ist nur dass die Unterlage punktuell druckstabil ist, damit sich die Klammer in die Diele und nicht in die zu weiche Unterlage hineindrückt. Dafür verwende ich grundsätzlich bei Fußbodenheizung Wellpappe, die inklusive Verlegeklammern 1 mm dick ist und die Wärme ungehindert durchlässt. Bei allen anderen Untergründen setze ich Rollkork ein, der auch gleichzeitig wärme- und trittschallisolierend ist.
Wann sollte man Parkett verkleben?
Wie Sie diesem Beitrag entnehmen können – gar nicht.
Die Hauptargumente der Parkettleger sind:
- Fußbodenheizung
Auch wenn die Fußbodenheizung eines der Hauptargumente dafür ist, dass Sie Ihr Parkett verkleben sollen, sind meine Kunden und ich besonders in diesem Punkt anderer Meinung.
Wenn Sie sich für das Für und Wider zu der Frage: Kann man Parkett schwimmend auf einer Fußbodenheizung verlegen? Interessieren, empfehle ich Ihnen meinen Beitrag „Holzdielen Fußbodenheizung“ oder die Seite Massivholzdielen klammern statt kleben.
- Feuchträume
Warum ich seit 30 Jahren Massivholzdielen in Feuchträumen schwimmend verlege, erfahren Sie in meinem Beitrag „Kann man im Bad Holzdielen verlegen?“
- der Boden soll sich nicht bewegen
Weder soll der Boden quellen/ schwinden noch soll er elastisch im Auftritt sein. Ich habe tatsächlich das Argument gelesen, dass bei der schwimmenden Verlegung der Boden im Auftritt so schwingen soll, dass die Gläser im Schrank klirren.
Wer das natürliche Verhalten von Holz also das Quellen und Schwinden für einen Mangel hält, der sollte tatsächlich verkleben. Wenn Sie die Natürlichkeit des Echtholzbodens schätzen, sollten Sie mit Klammern Ihr Parkett schwimmend verlegen. Denn so können Sie über das natürliche Quell- und Schwindeverhalten von Ihrem massiven Parkettboden die Jahreszeiten direkt in Ihrem Heim erleben.
Der häufig bemängelte elastische Auftritt ist dem Gehen in der Natur viel näher als ein harter Parkettboden. Ein Waldboden oder selbst eine Wiese geben – je nach Beschaffenheit – bei jedem Schritt mehr oder weniger nach. Ein elastischer Auftritt schont Gelenke und Bänder. Anstatt sich Schuhe mit weicher Sohle zu kaufen, gehen Sie auf Ihrem elastischen Parkett Boden barfuß. Es hat einen Grund, warum Sporthallen mit schwimmend verlegtem massivek Parkett Boden ausgestattet sind.
Wenn Gläser im Schrank klirren, liegt das nicht an dem elastischen Auftritt, sondern daran, dass im Vorfeld der Untergrund nicht richtig vorbereitet worden ist. - ein einheitliches Fugenbild ist gewünscht
Auch hier gilt wieder: Wer die natürlichen Eigenschaften des Holzes nicht möchte, der soll sein Parkett verkleben. Allerdings ist es dann gerade im Winter bei Fußbodenheizung wichtig, auf Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zu achten. Denn wenn der geklebte Parkettoden einmal zu trocken wird und sich entsprechend weit zusammengezogen hat, kann er sich bei steigender Luftfeuchtigkeit gegen den Kleber nicht so weit ausdehnen, wie er sich zusammengezogen hat. Es bleiben dann dauerhaft breite Fugen.
Wenn Sie mit Klammern Ihren massiven Parkettboden schwimmend verlegen, ist es nicht nötig, im Winter auf die Luftfeuchtigkeit zu achten. Denn egal, wie weit sich der Holzboden bei (zu) trockener Luft zusammenzieht, sobald die Luft feuchter wird, dehnt er sich in gleichem Maße wieder aus. Die Fugen schließen sich wieder vollständig. - Geklebtes Parkett wölbt sich nicht auf
Mit Klammern schwimmend verlegtes massives Parkett wölbt sich auch nicht auf, solange bei der Verlegung ausreichend Abstand zur Wand gelassen wird. Sollte dieses bei der Verlegung nicht ausreichend berücksichtig worden sein, lässt sich der Abstand auch im Nachhinein leicht vergrößern. Sie müssen lediglich die letzte Dielenreihe entlang der Wand etwas absägen.
Sollten die Parkett Dielen einmal zu lange zu hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sein, bleibt eine geklebte Diele garantiert verformt, während eine schwimmend verlegte massive Parkett Diele durchaus in ihre Ursprungsform zurückfinden kann. Und sollte der Wasserschaden zu schwerwiegend sein, lassen sich schwimmend verlegte massive Parkett Dielen problemlos austauschen. Wenn Sie Ihr Parkett verkleben, lässt es sich nicht so einfach austauschen. - Geklebtes Parkett klappert/knirscht nicht
Klappern oder Knirschen ist auf schlechte Vorbereitung des Untergrundes oder die falsche Unterlage zurückzuführen. Natürlich ist es aufwändiger, den Untergrund oder die Unterlage im Nachhinein zu verändern. Aber wenn der Untergrund bei geklebtem Parkett nicht stimmt, müssen Sie damit leben.
Welche Nachteile hat Parkett verkleben?
Nach meiner Ansicht ist der größte Nachteil der Kleber selbst. Pro m² Parkett benötigen Sie 1,5 kg Kleber. Das bedeutet für eine Fläche von 150 m² 225 kg Chemie in Ihrem Zuhause. Wie umwelt- und gesundheitsfreundlich ist ein natürlicher Boden, der mit 1,5 kg Kleber pro Quadratmeter so auf dem Boden angebracht wird, dass der Boden nach einer Entfernung saniert werden und das mit Klebstoff kontaminierte Holz gesondert – also ggf. als Sondermüll – entsorgt werden muss?
Hier die weiteren Nachteile in Kurzform
- Geklebtes Parkett ist schwieriger zu verlegen, daher eher etwas für Fachleute oder geübte Heimwerker
- Parkett verkleben verursacht oft höhere Kosten durch den Klebstoff
- Nach dem Verkleben von Ihrem Parkettboden haben Sie eine Wartezeit, bevor das Parkett begehbar ist.
- Ein geklebter Parkett Boden (egal ob Massivparkett oder Fertigparkett) muss in Feuchträumen versiegelt werden.
- Sowohl beim Vollholzparkett als auch bei Fertigparkett muss bei dem verklebten Parkettboden bei Fußbodenheizung die Luftfeuchtigkeit stets berücksichtigt werden.
- Die Beseitigung der natürlichen Eigenschaften des Materiales Holz führt zum Verlust der positiven Eigenschaften für den Menschen (harter Auftritt, Raumklima) und des natürlichen Aussehens (unnatürliches lineares Fugenbild)
- Der Kleber muss chemisch und damit umweltbelastend sein.
- Ein geklebter Parkettboden kann nur durch Zerstörung entfernt werden und muss ggf. als Sondermüll entsorgt werden.
Kann man Massivholzdielen schwimmend verlegen?
Wenn Sie sich nicht mehr die Frage stellen: „Wie lässt sich Parkett am besten verkleben?“ sondern „Kann man Massivparkett schwimmend verlegen?“, bekommen Sie mit meiner langjährigen Erfahrung eine klare Antwort: Ja, man kann mit Klammern massives Parkett schwimmend verlegen, auch auf Fußbodenheizung und in Feuchträumen. Aber nicht nur das. Ich weiß, dass es viel leichter und auch für unerfahrene Heimwerker kein Problem ist, Massivholzdielen schwimmend zu verlegen. Und ich gehe so weit zu sagen: Wer verantwortungsvoll handeln will, muss mit Klammern massives Parkett schwimmend verlegen. Sowohl für die eigene Gesundheit (keine Ausdünstungen) als auch für die Umwelt (keine Chemikalien in der Herstellung und Entsorgung). Schließlich ist schwimmend verlegtes Parkett zerstörungsfrei rückbaubar und lässt sich sogar in ein neues Heim mitnehmen.

Die Schwimmende Verlegung mit Klammern im Vergleich zum Verkleben
Die schwimmende Verlegung bietet sich an, denn
- die massiven Parkett Dielen sind schneller und leichter zu verlegen, auch für ungeübte Heimwerker.
- Fehler können jederzeit problemlos behoben werden.
- das benötigte Verlegematerial ist oft günstiger (Klammern anstelle von Kleber und ggf. Grundierung).
- der schwimmend verlegte massive Parkettboden ist direkt nach dem Verlegen begehbar.
- ein geklammerter Dielenboden kann auch in Feuchträumen ohne Versiegelung eingesetzt werden.
- bei einer Fußbodenheizung muss keine Rücksicht auf Luftfeuchtigkeit und Temperatur genommen werden.
- die natürlichen Eigenschaften des Holzes bleiben bei schwimmend verlegtem massivem Parkett erhalten.
- Die Klammerverlegung ist garantiert umweltfreundlicher.
- Der Parkett Boden ist zerstörungsfrei rückbaubar und kann auch mit umziehen.
Kann man Parkett direkt auf Estrich verlegen?
Ja, man kann mit Klammern massives Parkett direkt auf Estrich verlegen. Allerdings empfehle ich, zumindest eine dünne Wellpappe unter das Massivparkett zu legen, damit die Klammern nicht auf dem Estrich knirschen. Zusätzlich empfiehlt sich oft eine Dampfbremse, um von unten aufsteigende (Rest-)Feuchte nur langsam an das Holz zu lassen, um es nicht zu beschädigen. Wer eine zusätzliche Trittschall- und Wärmeisolierung wünscht, ist mit Rollkork bestens ausgestattet.
Kann man Parkett schwimmend auf einer Fußbodenheizung verlegen?
Sehr oft werde ich von meinen Kunden gefragt: „Kann man Parkett auf Fußbodenheizung schwimmend verlegen?“. Diese Frage führt in der Fachwelt zu so viel Diskussion, dass meine Kunden hier besonders verunsichert sind.
Meine langjährige Erfahrung, mit der Klammertechnik massives Parkett auf Fußbodenheizung schwimmend zu verlegen zeigt, dass es nicht nur möglich, sondern wünschenswert ist, schwimmend verlegtes Parkett auf Fußbodenheizung einzusetzen.
Die üblichen Argumente, dass, wenn Sie massives Parkett schwimmend auf Fußbodenheizung verlegen,
- der Wärmedurchlass geringer und die
- Energieeffizienz schlechter
sind, haben ihre Berechtigung. Aber sie sind lange nicht so gravierend, wie die Vertreter des Verklebens sie darstellen. Die „Laborbedingungen“, unter denen die Effizienz gemessen wird (Messung in einem leeren Raum), entsprechen nicht der Alltagspraxis. Die Einrichtung drückt die Parkett Dielen auf die Erde, wodurch sich lediglich in größeren Freiräumen eine isolierende Luftschicht zwischen Boden und Holz bildet. Und diese Luftschicht verhindert nicht nur, dass das Holz direkt aufgewärmt wird, sondern auch, dass das Holz schneller wieder abkühlt. Dadurch verschiebt sich lediglich die Heizphase. Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in meinem Beitrag „Holzdielen Fußbodenheizung“ oder auf der Seite Massivholzdielen klammern statt kleben.
Massives Parkett selbst verlegen – Fazit
Wer sein massives Parkett selbst verlegen möchte, sollte es schwimmend mit Klammern verlegen. Diese Technik ist auch für Laien einfach und leicht zu bewerkstelligen, meistens kostengünstiger als das Verkleben, umweltfreundlich und nachhaltig, da es zerstörungsfrei rückbaubar und wiederverwendbar ist.
Das Klammersystem ist darauf ausgelegt, dass das Holz seine natürlichen Eigenschaften behält und ermöglicht dadurch auch problemlos den Einsatz in Feuchträumen und auf Fußbodenheizung. Denn wenn die Bodendielen frei quellen und schwinden können, brauchen sich nicht vor Wasser geschützt zu werden und passen sich allen Temperatur- und Luftverhältnissen ganz natürlich an.
Wie kann man schwimmend massives Parkett selbst verlegen? – Eine Arbeitsanleitung
Dieses soll lediglich eine grobe Beschreibung sein. Die genauen Schritte mit allen Details und Maßangaben finden Sie in meinen Verlegeanleitungen. Grundsätzlich unterscheidet sich die schwimmende Verlegung von massivem Parkett mit Klammern nicht von der schwimmenden Verlegung von Fertigparkett. Es müssen lediglich zusätzlich die Klammern in die dafür vorgesehene rückseitige Nut eingeklickt werden.
Parkett schwimmend verlegen – die Vorbereitung
Prüfen Sie, ob der Boden starke Unebenheiten aufweist. Beseitigen Sie diese mit Spachtelmasse oder schleifen Sie die Unebenheiten ab.
Wollen Sie Ihr massives Parkett auf Estrich verlegen, nutzen Sie zusätzlich noch eine spezielle PE-Folie als Dampfbremse. Wenn Sie eine Trittschall- oder Wärmeisolierung wünschen, legen Sie auf die Folie Rollkork, den Sie in verschiedenen Dicken in meinem Shop finden. Wer auf einer Fußbodenheizung verlegt, verwendet anstelle des Rollkorks eine dünne Wellpappe.
Schwimmendes Verlegen der ersten Reihe
Statten Sie die erste Dielenreihe mit Klammern aus. Die passende Anzahl und Randabstände entnehmen Sie meiner Anleitung. Legen Sie die erste Diele so an die Wand, dass die Nutseite zur Wand und die Feder zu Ihren Knien zeigt. Für den richtigen Wandabstand verwenden Sie einen Abstandshalter oder einen Keil.
Versehen Sie die Stirnseiten der nächsten Dielen mit etwas Leim und klicken Sie die Stirnseiten der Parkettdielen einfach in der ganzen Reihe nach und nach fugendicht ineinander. Das letzte Element drehen Sie um, markieren die benötigte Länge und kürzen es auf die entsprechende Länge. Mit dem Zugeisen können Sie das letzte Element der Reihe fest anziehen.
Verlegen der weiteren Dielenreihen
Bei der nächsten Reihe beginnen Sie mit dem gekürzten Element der ersten Parkettreihe. Auch hier bringen sie zunächst die Klammern in der Rückseite der Diele an. Schieben Sie diese Diele dann mit ihrer Nut auf die Feder der Diele in der ersten Reihe. Drücken Sie die Diele auf den Boden, bis die Klammern aus der Diele der ersten Reihe in die Nut der neuen Diele einrasten. Versehen Sie die folgende Diele mit Klammern und bringen Sie wieder etwas Leim auf die Stirnseite auf. Legen Sie auch diese Diele zunächst mit der Nut in die Feder der Diele der ersten Reihe und drücken Sie diese mit der unterseitigen Nut auf die Klammern der vorangegangenen Reihe. Mit Hammer und Schlagklotz bringen Sie die Diele in die richtige Position. Fahren Sie damit fort, bis der gesamte Untergrund mit den neuen Parkettdielen ausgestattet ist.
Sollte die letzte Reihe so schmal sein, dass keine Klammernut mehr vorhanden ist, wird diese Reihe mit Leim an die vorletzte Reihe angeleimt.
Wichtiger Hinweis: Achten Sie beim Verlegen von Parkett auf einen Versatz der Stirnstöße von etwa 30 bis 40 Zentimeter.
Parkett schwimmend verlegen an Türrahmen und Heizungsrohren
Holzzargen an Türen sägen Sie mit einer Feinsäge so weit, dass Sie das Parkett darunter schieben können. Bei Metallzargen müssen Sie das Parkett zuschneiden.
Für Aussparungen für die Heizungsrohre arbeiten Sie mit Bohrungen und einem V-Schnitt. Die Bohrung sollte circa 30 Millimeter größer als der Rohrdurchmesser sein. Die Aussparungen können dann mit Heizkörperrosetten überdeckt werden.
Anbringen der Sockelleisten
Die Sockelleisten schneiden Sie für die Verlegung in den Ecken mit einer Gehrungssäge zu. Danach befestigen Sie sie mit Nägeln (geschossen) oder/und Kleber an der Wand.
Bei der schwimmenden Verlegung ist es wichtig, in der Breite auf ausreichend Wandabstand zu achten. Um diese ggf. breitere Fuge abzudecken, halte ich für Sie in meinem Shop spezielle Fußleisten sowie ein System bereit, mit dem Sie auch Fugen bis zu 4 cm Breite abdecken können.
KomplettanleitungNoch Fragen?
Gern beantworte ich alle noch offenen Fragen. Nehmen Sie einfach telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit mir auf.

