Übergänge und Anschlüsse
So individuell wie Ihr Boden ist, so individuell müssen auch die Lösungen für Übergänge von einem Raum zum anderen sein.
Es müssen nicht nur Material- sondern auch Höhenunterschiede ausgeglichen werden. Zusätzlich ist beim schwimmenden Verlegen mit Klammern der Abstand zu beachten, den das Holz für seine Ausdehnung benötigt.
Daher sollte bereits vor der Verlegung überlegt werden, welcher Übergang zu welchem Raum gewünscht ist. Denn aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der Anschlüsse, speziell bei der schwimmenden Verlegung, ist nicht jeder Übergang an jeder Stelle möglich.
Es ist zu berücksichtigen, ob die Übergänge, parallel zum Holz verlaufen oder mit den Brettenden (Stirnholz) an den Boden im Nachbarraum anschließen. Während Übergänge an der Stirnholzseite nahezu jeden Übergang erlauben, ist dieses bei dem parallel verlaufenden Holz nicht der Fall.
Ebenso verlangen Höhenunterschiede ggf. verschiedene Lösungen, in Abhängigkeit davon, wie groß der jeweilige Höhenunterschied ist.
Zunächst möchte ich Ihnen die gängigen Lösungen vorstellen, die überall leicht umsetzbar sind. Im Anschluss daran zeige ich Ihnen einige Lösungen, die möglichst unauffällig sind. Und zum Schluss halte ich noch Sonderlösungen für Sie bereit, die Einzelfällen interessant sein können.

Die Übergänge ohne Höhenunterschied können entweder mit einem massiven Vollholzübergangsprofil abgedeckt werden oder mit einer Edelstahlschiene.
Neben dem persönlichen Geschmack spielt hier noch die Anforderung eine Rolle. Denn eine Vollholzleiste ist wesentlich empflindlicher als eine Edelstahlschiene, sowohl in der Montage als auch im späteren Einsatz.
Übergangsschienen
Egal, ob Sie eine Höhendifferenz ausgleichen müssen oder die Böden auf gleicher Höhe sind, eine Übergangsschiene ist immer das erste Mittel der Wahl. Es gibt sie in zwei Varianten: gebürsteter Edelstahl oder Vollholz.
Der Grundgedanke ist, dass sich der schwimmend verlegte Dielenboden frei unter dem Übergang bewegen kann. Daher gibt es bei Naturnah nur profillose Schienen, die mit Zierkopfbefestigungsschrauben befestigt werden. Übergangsschienen, die in eine Grundleiste gedrückt werden, würden den Boden in seiner Bewegung behindern und zu Aufwölbungen führen.
Während das Vollholzprofil bis zu einem Höhenunterschied von höchstens 14 mm einsetzbar ist, kann die Edelstahlschiene auch noch bis zu 18 mm abdecken.
Übergang mit Rampe
Für größere Unterschiede bis zu 35 mm werden speziell gefertigte Rampen eingesetzt, die mit Vorlegeband, Kork oder einer Edelstahlschiene an den Massivholzboden angeschlossen werden.
Unauffälligere Übergänge
Nicht jedem gefallen so gut sichtbare Übergänge. Daher habe ich für Sie einige Varianten konzipiert, die sich sehr harmonisch in das Gesamtbild einfügen und dadurch fast nicht mehr auffallen.
Übergang oder Anschluss mit Korkstreifen
Dieser Anschluss ist nur für die Stirnseiten der Dielen geeignet.
Da sich der schwimmend verlegte Dielenboden nur in der Breite ausdehnt, ist es möglich, ihn an der Stirnseite mit einem Korkstreifen an den Nachbarboden oder die Wand anzuschließen. Die minimale mögliche Längenausdehnung kann der Korkstreifen abfedern.
Den Korkstreifen können Sie in natur oder geräuchert einsetzen.
Er macht eine Fußleiste überflüssig und ist damit nahezu unsichtbar.
Anschluss mit Deckleiste
Dieser Anschluss ist eine elegante Lösung, die auch noch bequem den Wandabstand für das Quellen der Holzdielen bei der schwimmenden Verlegung abdecken kann. Die Deckleiste eignet sich sogar bei großen schwimmend verlegten Flächen, bei denen der Wandabstand auch von einer konischen Fußleiste nicht mehr abgedeckt werden kann, denn sie überdeckt bis zu 50 mm Abstand.
Für die technische Umsetung lassen Sie sich bitte von mir beraten.
Übergang mit Quelleiste
Was für die Stirnseite der Korkstreifen ist, ist für die parallel verlaufende Seite die Quellleiste. Ich habe sie so konzipiert, dass auch sie nahezu unsichtbar ist.
Neben der Variante der aufgesezten Deckleiste, gibt es hiermit die Möglichkeit eine „untersetzte“ Schiene im Türbereich einzubauen, die 10 mm dünner ist als der Bodenbelag.
Für die genaue Umsetzung lassen Sie sich von mir beraten.
Übergang oder Anschluss mit Vorlegeband
Wenn die Flächenbreite nicht zu groß ist, lässt sich der Abstand zur Wand oder zu dem Nachbarboden auch mit einem Vorlegeband füllen. Dieses Band ist weich genug, um dem quellenden Holz nachzugeben. Und es ist flexibel, um auch Rundungen folgen zu können.
Dieses Band ist in weiß oder anthrazit einsetzbar.


Anschluss mit konischer Fußleiste
Dieser Anschluss kommt insbesondere bei schwimmend verlegten Böden zum Tragen, weil der Wandabstand für das Quellen des Holzes breiter sein muss als das Maß, das eine normale Fußleiste abdecken kann.
Wenn Sie Ihren Boden selbst verschrauben, kann es die Arbeit erleichtern, eine konische Fußleiste zu verwenden, weil Sie dann nicht so maßgenau arbeiten müssen, wie bei einer normalen Fußleiste.
Eine konische Fußleiste kann bis zu 24 mm Wandabstand verdecken.
Anschluss mit Deckleiste und Fußleiste
Dieser Anschluss ist eine Kombination, die elegant einen Wandabstand bis zu 50 mm abdeckt und die komplette Bandbreite der Fußleistenauswahl zulässt.
Spezielle Lösungen
Im Einzelfall gibt es Lösungen, die ohne Schiene möglich sind, indem der Einttrittsbereich des neuen Bodens 100 cm breit und 20 cm tief flächig verklebt und dann mit der schwimmenden Verlegung kombiniert wird. Diese Art des Überganges ist aber pro Fläche nur einmal möglich. (mehrere Fixierungen würden das Quellen und Schwinden des Fußbodens verhindern). Wenn Sie sich für diese Variante interessieren empfehle ich Ihnen dringend, mit mir gemeinsam abzuklären ob und wie sie bei Ihnen umsetzbar ist.
Schließlich ist es auch manchmal möglich, den Massivholzboden durch die Tür hindurch zu verlegen. Auch hier muss jedoch zunächst geprüft werden, ob und wie diese Variante umsetzbar ist. Bitte sprechen Sie mich deshalb unbedingt dazu an.
Übergang parziell verklebt
Kanten der Trittstufe auf Gehrung geschnitten. Treppenlauf einseitig offen. Verleistung weiß lackiert. Diese Variante zeigt einen leichten Treppenlauf.

